Stempeldetails

Stempel 18: Ehemaliges Stiftskloster Gottesgnaden

Calbe (Saale) OT Schwarz

Um die Christianisierung slawischer Gebiete voranzutreiben, gründete der Erzbischof von Magdeburg Norbert von Xanten das Prämonstratenser-Kloster Gottesgnaden. Die Grundsteinlegung erfolgte 1131. Erst 34 Jahre später wurde die Stiftskirche geweiht – ein prächtiger romanischer Bau mit zwei runden Türmen und sechs Glocken.

Ehemaliges Stiftskloster Gottesgnaden
Foto: Stadt Calbe (Saale)

Gottesgnaden entwickelte sich zu einem angesehenen Kloster mit großer kultureller Ausstrahlung. Im Lauf der Jahrhunderte bildete sich das Kloster als Heil- und Bildungsstätte heraus. Außerhalb der Klostermauern wurde 1207 die kleine Hospitalkirche St. Mariae und Johannis geweiht. Sie ist heute der einzige Sakralbau, der vom einstigen Kloster erhalten ist.

Ehemaliges Stiftskloster Gottesgnaden
Foto: Stadt Calbe (Saale)

Im 16. Jahrhundert begann der Niedergang des Klosters. In den Wirren der Glaubenskriege flohen die Klosterbrüder, das Kloster verfiel und brannte 1548 nieder. Als 1695 eine neue Saale-Schleuse gebaut wurde, nutzte man die Steine des verfallenen Klosters als Baumaterial.

Ehemaliges Stiftskloster Gottesgnaden
Foto: Stadt Calbe (Saale)

Heute ist noch die Hospitalkirche St. Mariae und Johannis mit einem romanischem Westturm und einer flacher Balkendecke zu besichtigen.


Adresse

Kirche St. Mariae und Johannis Evangelistae Gottesgnaden, 39240 Calbe (Saale) OT Schwarz


Hinweis

Mit einer der wenigen Gierseilfähren Deutschlands gelangt man über die Saale nach Gottesgnaden. Zwischen Calbe und dem ehemaligen Kloster Gottesgnaden besteht schon seit 1168 eine Fährverbindung.


Öffnungszeiten/Besichtigung

Innenbesichtigung der Kirche nach Vereinbarung: Pfarramt, Breite 44, 39240 Calbe (Saale), Tel. 039291 49908.


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