Stempeldetails

Stempel 23: Nienburger Glockenspiel

Nienburg (Saale)

Das Nienburger Glockenspiel ist das einzige Glockenspiel seiner Art in Mitteldeutschland. Es geht auf den Unternehmer und Weltenbummler Adolf Meyer zurück. Der gebürtige Nienburger Meyer wanderte 1872 mit 20 Jahren nach Amerika aus. In Guatemala stieg er zum Plantagenbesitzer und Eisenbahnbauer auf. Dennoch blieb er seiner Heimatstadt Nienburg zeitlebens verbunden. Später wurde er Generalkonsul von Guatemala. Er stiftete einen Teil seines Vermögens wohltätigen Zwecken. Außerdem schenkte er seiner Geburtsstadt Nienburg 1928 ein Glockenspiel. Adolf Meyer starb 1934 und wurde in seiner Heimatstadt begraben.

Glockspiel Nienburg
Foto: Monika Gäbe

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Glockenspiel zerstört. Im Jahr 2006 entschloss man sich zur Wiederinstandsetzung. Am 2. Juli 2006 konnte das neu sanierte Glockenspiel durch das Engagement des Vereins zur Förderung kultureller Projekte in Nienburg (Saale) e. V. wieder eingeweiht werden.

Glockspiel Nienburg
Foto: Thomas Linßner

Zunächst bestand das Glockenspiel aus 18 Glocken und wurde zehn Jahre später auf 24 Glocken erweitert. Stündlich erklingt eine von 25 Melodien.


Adresse

Nienburger Glockenspiel, Marktplatz 9, 06429 Nienburg (Saale)


Hinweis

Nienburg liegt am Saaleradweg, am Europaweg R1 und am Boderadweg. Außerdem treffen in Nienburg die touristischen Routen Straße der Romanik, Deutsche Alleenstraße, Blaues Band und die 3-Flüsse-Tour aufeinander.


Öffnungszeiten/Besichtigung

Das Glockenspiel läutet täglich von 7.00 bis 22.00 Uhr zum Stundenschlag. Zwischen 10:01 und 18:05 Uhr erklingt stündlich eine Melodie. Die Ausstellung der Glockenspieltechnik von 1928 befindet sich im Gebäude der Wohlfahrtsstiftung (Markplatz 9) in Nienburg (Saale). Besichtigung nach Vereinbarung: Tel. 034721 309 115 oder E-Mail: Monika.Gaebe@stadt-nienburg-saale.de


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